04.10.2018 | Maschinenbetten und Gestellbauteile

Die Fabrik der Zukunft

Internet der Dinge? Internet of Things? Hört sich im Deutschen und Englischen etwas seltsam an. Doch die Vernetzung von Mensch, Maschine und Anlage sowohl miteinander als auch mit der Welt der Informationstechnologie wird im Mittelpunkt der Fabrik der Zukunft stehen. Und diese wird bereits heute entwickelt – von Bosch Rexroth und mit tatkräftiger Unterstützung von RAMPF Machine Systems.

Erfolgsentscheidend ist nicht, Dinge gut zu machen. Sondern vielmehr, sie immer besser zu machen. Das gilt insbesondere für industrielle Produktionsprozesse. Und diese werden bereits jetzt – und umso mehr in Zukunft – durch das Internet der Dinge verbessert. Und zwar radikal. Denn das IoT (Englisch: Internet of Things) ermöglicht einen höheren Automatisierungsgrad, mehr Flexibilität und Individualisierung sowie geringere Reparatur- und Wartungszeiten. Kurzum: eine höhere Effizienz des Produktionssystems.

Flächendeckende Vernetzung

Mit dem Projekt „Factory of the Future“ ist Bosch Rexroth, einer der weltweit führenden Spezialisten für Antriebs- und Steuerungstechnologien, ganz vorne dabei in der Entwicklung dieser neuen, effizienteren Produktionswelt. Im Mittelpunkt des Projekts steht die flächendeckende Vernetzung von Sensoren, Maschinen, Anlagen und Prozessen – also von allem, was Informationen im Industrieumfeld generiert. So soll eine umfassende Transparenz und Überwachung des gesamten Produktionssystems ermöglicht werden.

Hierfür müssen alle Komponenten informationstechnisch in das Gesamtsystem eingebunden werden, und das fängt ganz unten an: beim Maschinenbett.

Thomas Altmann, Geschäftsführer bei RAMPF Machine Systems

„Durch die Integration von Sensorik und Aktorik in Maschinenbetten aus Mineralguss reagiert die tragende Struktur anpassend auf sich ändernde thermische Betriebszustände und Umgebungsbedingungen. Verformungen werden also nicht nachträglich kompensiert, sondern von vornherein verhindert – und das ist ganz im Sinne einer intelligenten Fabrik von morgen.“

Intelligentes Maschinenbett

Zusammen mit Bosch Rexroth und den Projektpartnern Balluff, Sick und Steinbeis hat RAMPF für die Factory of the Future ein solches „intelligentes“ Maschinenbett aus epoxidharzgebundenem Mineralguss EPUMENT entwickelt. Intelligent deshalb, weil es zusätzlich zu Führungsschienen, Dummy-Schlitten und einem Linearmotor mit Kühlleitungen und Sensoren ausgestattet wurde, die im Betrieb Temperatur und Drücke des Kühlsystems erfassen und beeinflussen können. Und wichtig deshalb, weil Verformungen der Maschinengeometrie aufgrund von thermischen Einflussgrößen eine der Haupteinflussgrößen auf die Bauteilgenauigkeit darstellen.

So stellt sich Bosch Rexroth die Fabrik der Zukunft vor

Vier Wände, dazu ein Dach und der Hallenboden – viel mehr an festen Komponenten wird es in der Fabrik der Zukunft nicht mehr geben. Maschinen und Anlagen kommunizieren überwiegend drahtlos, das Produktionsequipment stellt sich dank des veränderbaren Layouts selbstständig und hochflexibel auf neue Fertigungsaufträge ein. Stark verkürzte Rüstzeiten erlauben deutlich höhere Varianzen, im Extremfall sogar Losgröße eins. Ein typisches Beispiel für die hierfür nötige neue Mobilität sind autonome Transportsysteme, die sich mit schaltschrankloser Antriebstechnik durch die Halle bewegen und dabei während des Transports am Produkt arbeiten, also wertschöpfend sind.

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